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Wie ich versuche,
mit dieser lästigen Krankheit zu Leben.
Stand
18.02.2012
Die detaillierte chronologische Dokumentation
habe ich entfernen müssen, da ich Drohanrufe bekommen habe, mit absolut
schäbigen Inhalten die Richtung Euthanasie gehen, deren Inhalt ich hier
meinen Mitmenschen ersparen möchte.
Vorwort:
Meine engsten
Freunde haben mir geraten, meinen Weg, wie ich meine Krankheit und mein
Umfeld während dieser Zeit erlebe, in einem separaten Blog zu
dokumentieren. So können andere welche ebensolches Erleben davon
profitieren, und es können vielleicht manch hilfreiche Informationen
ausgetauscht werden.
Mit meinem Hausarzt sowie mit meinem Psychotherapeuten habe ich grosses
Glück gehabt, beide und das Team des Hausarztes sind ein Segen für mich.
Sowie einige Freunde. Ohne diese Menschen wäre ich schon lange nicht
mehr in dieser Welt. Für mich gibt es keinen Exitus, sondern nur einen
Terminus, ich glaube an das Leben. Ich habe einige wundervolle und
einige weniger gute Erfahrungen machen müssen mit Spitalpersonal,
Spitalärzten, Institutionen, Organisationen und unserem Staatssystem.
Viel Kraft schöpfe ich aus meinem Glauben, und viel Kraft erhalten ich
von meinen Freunden und Freundinnen welche zu mir stehen.
Ich bin weiterhin dankbar für alle Tipps und Hinweise zum Thema Osteoporose,
Enzymsubstitution mit Creon Enzymen, und über den Umgang mit Schmerzen und
Neurophatien. Ich
werde jede Email mit solchen Hinweisen und Tipps lesen, wo ich kann auch
weiterhin beantworten.
domain@streetwork.ch
Was vor 14 Jahren begann:
(Die vermuteten Diagnosen:
Atypische idiopathische Polyneuropathie, verursacht eventuell durch
einen Zeckenbiss, oder ein Curschmann-Steinert-Syndrom, oder eine
ehemalige Hepatitis B und C, wir wissen es nicht genau. Ungeheuer
Schmerzhaft, Schubweise, mit diversen Notfalleinweisungen ins Spital.
Dazu kommt eine Lenkwirbelsäulenskoliose und eine fortgeschrittene
Osteoporose sowie ein Morbus Scheuermann. Des Weiteren habe ich noch
eine exogene Pankreas Restfunktion von 25%, was eine Substituierung mit
Pankreas-Enzymen erfordert. Dazu kommt Eine Laktoseintoleranz, eine
Glutenunverträglichkeit, eine Fruktosemalabsorption, ebenfalls scheint
eine Nahrungsmittel-Hystaminsensibilität eine Rolle zu spielen. Das
erfordert eine strenge Diät. Da ich ein Polyallergiker bin, ständig mit
dem Notfallset in der Tasche, muss ich oft auf Medikamente ausweichen
welche die Krankenkasse nicht bezahlt.)
Ich war mal auf meine Körpergrösse von 1.90 cm 76-79 Kg schwer ohne
Bekleidung. Machte regelmässig Leichtathletik und Apnoetauchen. Heute bin
ich noch knapp 61 kg. Die Krankheit, was es auch ist, zerrt mich aus.
Es
gibt gute, mittlere und schlechtere Tage. An den guten Tage kann ich
kurze Strecken ohne Gehhilfe zurücklegen. Am Anfang kann ich meistens fast normal
gehen, doch dann nach einigen Minuten gehen bekomme ich dann eine art
Schwabelgang, welcher je länger ich gehe zunimmt. An den mittleren Tagen
brauche ich die Gehstöcke, und an den schlechteren Tagen den Rollator um
mich fortbewegen zu können. An den sehr guten Tagen kann ich mich manchmal
mit dem Elektrovelo, (Ich habe eine Halterung montiert für meine
Gehstöcke) kurze Strecken zurücklegen. Zuhause, wo ich immer weiss wo
ich mich im Notfall festhalten kann, kann ich mich oft ohne Gehhilfe
bewegen, solange die Möbel immer am gleichen Ort sind, funktioniert dies
sehr gut. Ohne die gute Schmerztherapie die
ich habe könnte ich mich gar nicht mehr bewegen. Ich bin Untergewichtig
mit 61 Kilo auf 1.90 Körpergrösse. Und habe diverse Unverträglichkeiten
auf Nahrungsmittel und Medikamente. Dazu eine exogene Pankreas
Restfunktion von 25%, welche ich mit Enzymen beim Essen substituieren
muss. Ich habe eine kleine Auswahl von Nahrungsmitteln an welche ich
mich gewöhnen konnte, ohne gleich Bauchkrämpfe am anderen Tag zu
bekommen. Meine Ernährung ist Calciumreich, um der Osteoporose entgegen
zu wirken. Ich bin Laktose, Fruktose und Glutenintolerant. Ich erlebe
Schubweise Nervenschmerzen und
Muskelspasmen, welche wir aber mit der gegenwärtigen Medikation gut
im Griff haben. Dank meinem Hausarzt und einer gut angepassten
Medikation habe ich den Umständen entsprechend ein stückweit gute Lebensqualität.
Das grosse Problem gegenwärtig ist, das meine Medikamentenbedingte
Obstipation nur schwer in
den Griff zu bekommen ist, da ich als Polyallergiker bis auf Senna und
Naloxon praktisch nichts anderes vertrage. Das Naloxon will mir die CSS
nicht bezahlen, obwohl die wiederholten Test's gezeigt haben, das es bei
mir bestens funktioniert. Das Medikament würde mich Fr.- 12.-
pro Tag kosten. Für Reiche kein Problem, aber für mich ein Vermögen.
Doch habe ich noch Glück, das bei mir so niedrige Dosierungen Naloxon
schon wirken.
Am 17. Januar habe ich
eine Operation hinter mich gebracht, welche schon lange fällig war. Das
Claraspital hatte gute Arbeit gemacht. Es musste ein Stück Darm entfernt
werden. Nicht alles war angenehm, insbesondere die Vorurteile gegenüber
meiner unkonventionellen, aber leider notwendigen Medikation. Nach 6 Wochen Verheilungszeit kann ich dann wieder
schrittweise besser Essen
und den Darm mehr belasten.
Gegenwärtig suchen wir in der Schmerzklinik nach besseren Alternativen
um die Schmerzen in den Griff zu bekommen. Die Lähmungs- und
Taubheitserscheinungen befanden sich eine Weile in einer Art stillstand, sie wurden
weder besser noch schlechter. Doch leider geht es seit einiger Zeit
wieder weiter. Dennoch kann ich am
Stock doch kurze Strecken gehen, und zuhause wo ich mich notfalls immer
irgendwo festhalten kann geht es ohne. Ich darf einfach die Möbel nicht
verstellen, sonst greife ich im Notfall mal ins Leere.
18.02.2012
Was ich als sehr hilfreich erlebe sind die qualitativ guten Tens
Elektrostimulationsgeräte der neuen Generation. Damit ich kann ich den
Schmerzmittelkonsum in Grenzen halten, was ich als sehr hilfreich
empfinde. Gleichzeitig ist diese Art der Geräte in den letzten Jahren
immer wieder ein Thema gewesen bei Begleitungen von Drogenpatienten. Da
mit diesen Geräten, nach unserer Erfahrung, bei einigen die Produktion
der körpereigenen Endorphine wieder in Gang gesetzt werden konnte. Dies
machte es den einen möglich ihren Konsum zu reduzieren, und bei
abstinenten Patienten verbesserte es die Lebensqualität, indem es
depressive Tendenzen deutlich verminderte. Ich mache keine Werbung, wir
sind Werbefrei. Gelegentlich machen wir eine Ausnahme, nämlich dann wenn
es viel Unheil verhindern und Heil fördern kann. Darum habe ich hier das
Gerät und die Bezugsquelle eingelinkt, mit dem wir arbeiten. Auch die
Beratung ist vom feinsten.
http://www.kreutner-medico.ch/ueberuns.html Das Gerät welches
ich verwende ist das Tens tem Eco Basic. Achtung, diese Geräte sind
keine Spielzeuge, und die Anweisungen und Informationen im umfangreichen
Begleitmaterial sowie die Beratung sind unbedingt zu beachten.
Unsere
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